Historie
Seit über 60 Jahren produzieren wir Kalkschotter für die Bauindustrie.
1933/1934 wurde bereits am Dillberg Schotter für das Nürnberger Umland hergestellt. Die damaligen Verhältnisse waren dabei nicht einfach. Der damalige Schriftverkehr läßt damals auf eine Jahresproduktion von 2.000-4.000 Tonnen im Jahr schließen. Mittlerweile sind das durchaus gängige Tagesproduktionen. Auch die Errichtung eines Schotterwerks war damals Sache des "Reichs- und preußischen Wirtschaftsministers" in Berlin und mit diversen Schwierigkeiten verbunden.
Bereits damals wurden mit dem Materialprüfungsamt der Bayer. Landesgewerbeanstalt Nürnberg Prüfzeugnisse für die Frostsicherheit erstellt.
Seit über 60 Jahren produzieren wir Kalkschotter für die Bauindustrie.
1946 erfolgt der Beitritt in den "Bayer. Industrieverband Steine und Erden e.V. München" und wird bis heute gepflegt.
In den darauffolgenden Jahren wurde die Produktion ständig erweitert.
1951 tritt der jetzige Seniorchef Georg Bärnreuther "in die Firma ein". Mit damals 16 Jahren musste er noch mit der "Handbohrmaschine und Vorschlaghammer das Gestein" zerkleinern.
Nachdem die erste Produktionsstätte am Dillberg aufgrund des mangelnden Vorkommens und der Errichtung der Senderanlage stillgelegt wurde, hat unser "Chef" den Steinbruch Höhenberg bei Neumarkt übernommen.
Da auch hier das Vorkommen nicht mehr optimal ausgebeutet werden konnte (Wasserschutzgebiet Neumarkt), wurde in den den 60´er Jahren das Werk Weickenhof neu erschlossen.
bis 1979 war dies der einzigen Standort und ist bis heute die produktions- und flächengrößte Produktionsstätte. Die eigene LKW-, Großgeräte und Maschinenwerkstatt unterstützt alle Werke mit den notwendigen technischen Erfordernissen.
1979 wurde im Mittelfränkischen Jura der Kalksteinbruch bei Oberachtel von der Firma Pirner KG übernommen und bis heute zu einem wichtigen Standbein für den Großraum Nürnberg.
1980 übernahmen wir den Steinbruch Langenthal (Gem. Berg b. Neumarkt) der Firma Rupprecht.
In diesem Jahr wurde auch der Steinbruch Laaber b. Neumarkt von der Firma Wenzel gekauft. Nach ein paar Jahren Produktion wurde der Betrieb bis Ende 1994 eingestellt. Der Steinbruch hat im oberen Sohlenbereich eine bis zu 40 Meter mächtige Dolomitschicht, die u.a. für die Produktion von magnesiumhaltigen Düngekalk eine wichtige Bedeutung hat.
1983 tritt Richard Bärnreuther in die Firma ein und übernimmt im Werk Oberachtel einen Betriebsteil, der sich mittlerweile zu einem zentralen Standort für den Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen entwickelt hat.
1987 trat unser Juniochef Georg Bärnreuther in die Firma ein. Seine Ausbildung als Techniker im Maschinenbau ergänzt sich ideal mit den Erfordernissen in einem Steinbruch. Da viele Dinge im Hause Bärnreuther selbst erstellt werden ist es wichtig, entsprechendes Knowhow von Generation zu Generation weiterzugeben.
1995 wird der Steinbruch Langenthal stillgelegt. Er stellt eine zukünftige Resourcensicherung dar.
Im gleichen Zeitraum wird der Steinbruch Laaber wieder eröffnet und deckt aufgrund seiner zentralen Lage den Materialbedarf von Regensburg bis Nürnberg ab. Die oberen 40 Meter ist Dolomitgestein, der untere Bereich sind ca. 50 Meter Kalkstein.
1996 wird das Familienwappen in die "Allgemeine Deutsche Wappenrolle" eingetragen. Der Stammbaum der Familie Bärnreuther ist dadurch dokumentiert bis ins Jahr 1424.
1998 verstirbt völlig unerwartet nach kurzer schwerer Krankheit unsere Seniorchefin Gerda Bärnreuther im Alter von 61 Jahren. Bereits zwei Jahr zuvor kam der jüngste Sohn Herbert in die Firma, um den kaufmännischen Teil mit zu führen.
1999 wird ein neues Abrechnungssystem in Eigenregie entwickelt, welches von der Onlineverbindung zu den Werken, täglichen EMail-Versand der Lieferschein, automatische Belegerfassung per Scanner bis hin zur Flottensteuerung mit GPS-Ortung zu noch mehr Flexibilität verhilft.
2000 wird im Werk Oberachtel eine Fläche von 10 ha Erweiterung beantragt. Erstmals wird hier eine UVP/UVS (Umwelt-Verträglichkeits-Studie) durchgeführt. Es werden dabei nicht nur Fauna und Flora in die Planung mit eingezogen. Auch Auswirkungen auf Mensch, Tier und Klima werden in dieser Studie analysiert. Die öffentliche Ausschreibung durch das Landratsamt Nürnberger Land ermöglichte jedem Bürger zum Vorhaben seine Belange einzubringen, die dann vom Landratsamt bewertet und bei entsprechender Notwendigkeit auch berücksichtigt werden (z.B. in Form von Auflagen).
2001 werden alle Fahrzeuge mit Bordcomputer ausgerüstet. Es gibt den Disponenten und Kraftfahrern ein Werkzeug an die Hand, mit dem das komplette Auftragshandling und Fahrtberichte erschlagen wird. Onlineortung (GPS) und Nachkalkulation sind dabei ein Abfallprodukt der teilweise automatisch generierten Daten (Stillstände, Motormeldungen).
In diesem Jahr können auch erstmals durch das eigen entwickelte Abrechnungssystem Lieferscheine per EMail übermittelt werden. Es ermöglicht unseren Kunden bereits am nächsten Tag die Lieferungen in deren Abrechnungssystem einzuspielen und somit den ständigen (Kosten-) Überblick über die laufenden Baustellen zu erhalten.
Der Abbau in Oberachtel wurde mit definierten Auflagen (z.B. Abbauhöhen) genehmigt. Planungskosten und Genehmigungskosten von weit über 200.000 DM sind dabei angefallen. Die Erweiterung der Abbaufläche im Werk Oberachtel sichert das Vorkommen für weitere 20-25 Jahre.
Im gleichen Jahr wird im Werk Oberachtel eine Schotterwaschanlage mit einer Kammerfilterpresse in Betrieb genommen (Investitionsvolumen ca. 2.Mio DM). Resourcenschonung durch Aufbereitung von Abraummaterial steht hierbei im Vordergrund. Das Klärsystem der Firma Ammann - Schweiz ermöglicht auch die Schonung des Wasserhaushaltes, da das verschmutzte Wasser geklärt und dem Produktionsprozess wieder zugeführt wird. Gewaschener Splitt, Brechsand und gepresster Schlamm für Deponieabdichtung und die Ziegelindustrie können angeboten werden.
2002 werden weitere Abbaugenehmigungen im Werk Weickenhof und Laaber erteilt, welche die Rohstoffe für einige Jahre sichern.
2003 schließen sich die Firma Hermann Trollius GmbH und Schotterwerke Georg Bärnreuther GmbH für das Werk Hörmannsdorf zu einer Vertriebsgesellschaft als Mittelstandskartell zusammen. Durch die Vertriebsgemeinschaft bilden sich für Sie vorteilhafte Synergieeffekte aus den Natursteinprodukten Kalk und Dolomit mit einem leistungsstarken Fuhrpark, die Ihnen eine absolute Zuverlässigkeit zur Abwicklung unserer Kunden garantieren. Der Zusammenschluß erfolgte in Abstimmung mit der Landeskartellbehörde Bayern im Staatsministrerium für Wirtschaft in München. Das kartellrechtliche Verfahren wurde ordnungsgemäß durchgeführt und am 4. Dezember 2003 rechtskräftig.
2004 wird die Abbaugenehmigung für der Steinbruch Langenthal beim Landratsamt eingereicht. Ein weiterer Schritt für die Rohstoffsicherung auf über 50 Jahre wird vorangetrieben.
Der Steinbruch war 1995 vorübergehend stillgelegt. Im Jahr 2001 wurde von der Regierung der Oberpfalz eine weitere Fläche von ca. 30 ha als Vorranggebiet ausgewiesen und zum 1. April verbindlich rechtskräfitg.
Mittlerweile ist die Genehmigung für den Abbau erteilt. Vorbereitende Maßnahmen werden nun durchgeführt.
2005 wird in Laaber die Asphaltmischanlage der Jura-Asphalt errichtet. Die Mischanlage steht direkt im Steinbruch Laaber und ist eine leistungsfähige Anlage, die in Verbindung mit dem Fuhrpark nun auch Mischgut schlagkräftig zu den Baustellen transportiert.
2007 wird der Lückenschluß der A6 beliefert - einer der größten Baußmaßnahmen im Umkreis. Ca. 400.000to aus den Werken Laaber und Weickenhof und täglich zwischen 20 und 30 Fahrzeuge wurden in einem Jahr auf die Baustelle gebracht. Bis ca. Mitte 2008 wird die Baustelle durch die Arge Heilit-Wörner und Leonhard Weiss fristgerecht fertiggestellt.
2008 wird der Transportbereich und der Vertrieb in eigenen Gesellschaften ausgegliedert.
2009 wird eine völlig neue Lösung für die Flottensteuerung entwickelt. Zusammen mit der Firma Compulink Multimedia wird das System auf WindowsCE entwickelt. Das bisherige System der Firma Datafactory/TomTom Work ist in die Jahre gekommen und der Support für das System wurde bereits längere Zeit eingestellt.
Das neue System wurde auf neuester Technik der Firma Psion Teklogix entwickelt. Die ständige Onlineverbindung über das Internet bietet nun neue Möglichkeiten in der Übermittlung und in der Datensicherheit. Der ständige Kontakt mit dem Zentralrechner am Dillberg ermöglicht die Aufträge und Daten "just in time" zu übermitteln und verifzieren. Zeiterfassung, Fahrzeugortung und Auftragsübermittlung ermöglichen der Disposition kurzfristig zu reagieren.
2010 schließen sich die Firmen Bärnreuther, Deuerlein und Thomas mit den Steinbrüchen Gräfenberg, Hormersdorf, Laaber, Langenthal, Oberachtel, Oberndorf und Weickenhof zu der neuen Firma Bärnreuther+Deuerlein Schotterwerke GmbH & Co. KG zusammen. Langfristige Rohstoffsicherung und Synergieeffekte in der Produktion sind die wesentlichen Gründe für diesen Schritt.